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 Gleis-Trassen
Der Streckenbau erfolgt von hinten nach vorn, beginnend mit der Hauptstrecke an der Gleiswendel. Genau wie der Unterbau entstanden auch die Gleistrassen aus 16mm Tischlerplatten. Der Zuschnitt erfolgte mit Stichsäge und Bandschleifer in der Garage, die Arbeiten hätten sonst im Anlagenraum zu viel Staub und Dreck geführt. Dabei konnten alte Anlagenplatten nutzbringend wiederverwendet werden.
Die Gleistrassen wurden zunächst mit CadRail gezeichnet indem jeweils 5cm rechts und links der Gleisachse Hilfslinien hinzugefügt wurden. Bei Trassen, die oben auf einem Damm liegen wurde der Abstand auf 3-4cm reduziert, da sonst die Dammkrone für eine eingleisige Strecke zu breit ausfallen würde.
Die Zeichungen wurden im Maßstab 1:1 ausgedruckt und zu einem Schnittmuster zusammengeklebt. Sowohl die Kanten der Trassenbretter als auch die spätere Gleisachse wurde mit einem Kopierrädchen durchgeradelt und die entstehenden Markierungen auf dem Holz mit einem Stift nachgezogen.
Die Gleise liegen im verdeckten Bereich auf Korkstreifen, die ich aus Korkparkett (Baumarkt) zugeschnitten habe, im sichtbaren Bereich kommt die dunkle Gummi-Korkbettung von Heki zum Einsatz. Die Gleise werden zunächst festgeschraubt und im sichtbaren Bereich - nachdem alle Probefahrten abgeschlossen sind - eingeschottert.
 Unterstützung
Die fertig zugeschnittenen Trassenbretter wurden auf 10cm breiten hochkant am Rahmen festgeklemmten Holzstreifen aufgelegt. Die genauen Höhen konnten der CadRail-Planung entnommen werden und wurden zunächst mit Hilfe von Schraubklemmen eingestellt. Die Trassen wurden auf sauberen Steigungsverlauf (keine Knicke oder Kuppen) geprüft. Erst dann wurden die Trassenstützen mit SPAX 3x30 am Rahmen festgeschraubt.
 
Die Trassen wurden nicht direkt an den Stützen festgeschraubt. Kurze Stücke aus 10x10mm Quadratstab wurden zwischen Stütze und Trasse eingepasst, so daß die in der Steigung schräg verlaufenden Trassen an zwei Kanten auflagen. Die "Hilfshölzer" (engl. "cleats") wurden dann an der Stütze festgeleimt und abschließend - nachdem der Leim abgebunden hatte - von unten mit der Trasse verschraubt. Auf diese Weise kann ich noch Korrekturen an der Trassenhöhe vornehmen, nachdem die Gleise verlegt wurden. Einige "Murks-Ecken" erkennt man meist erst bei Probefahrten, wenn dort Unregelmäßigkeiten (Entkuppeln, Schaukeln der Waggons, ...) auftreten.
 Ein paar Tips
Die Trassen laufen nur selten genau rechtwinklig zu den Rahmenhölzern. Besonders bei Steigungen ist dann wichtig, daß die Trassenstütze senkrecht zur Trasse steht, sonst wird es schnell windschief. Daher habe ich die Trassenstützen mit Zwischenlagen an die Rahmenteile geschraubt.
An den Stellen, an denen Trassenbretter verlängert werden müssen, habe ich eine Verstärkung aus dem gleichen Material darunter geleimt oder geschraubt. Von Provisorien mit irgendwelchen Holzresten kann ich nur warnen, die Übergangsstellen müssen gut ausgesteift werden, sonst erhält man schnell horizontale Knicke im Trassenverlauf bzw. Gleisverlauf. Die Verstärkung sollte daher immer so dick wie die Trasse sein, die Länge der Verstärkung sollte mindesten die doppelte Trassenbreite betragen. Bei 10cm breiten Trassenbrettern sind die Verstärkungsbrettchen also mindesten 20cm lang.
Die hohe Steifigkeit der 16mm dicken Trassenbretter ist sehr nützlich, 60cm als Abstand zwischen benachbarten Stützen ist ausreichend. Leider bereitet die Steifigkeit Probleme bei den Ausrundungen zwischen Steigung und ebenen Bereichen. Damit es keine Beulen durch Überschwingen gibt, habe ich die Trassenbretter der Ebenen im Übergangsbereich auf hochkant gestellte Holzstreifen (Breite = Trassenhöhe) geschraubt.
Die Stützen werden nicht auf genaue Länge geschnitten, da sie nach der Montage nicht unbedingt bündig mit der Rahmenunterkante abschließen müssen. Daher kann man einen ganzen Schwung vorab zuschneiden und dazu noch einen Haufen Hilfshölzer ablängen. Damit kommt man später beim Trassenbau rasch vorwärts. Vor allen Dingen sind immer genügend provisorische Stützen zur Hand, um Probeabschnitte vor der Endmontage testhalber zusammen zu setzen Hierbei ist wichtig, daß man immer die gleichen Materialdicken verwendet, damit alles kombinierbar bleibt.
Zugschluß
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