Kategorien
 
 Oberleitung - Quertragwerke Teil 2
Gehe zu Teil 1 Teil 3 
 Neuer Plan
Wie im ersten Teil bereits angedeutet, mußte ich feststellen, daß die Konstruktion der Quertragwerke etwas daneben lag. Die Tragseile bilden tatsächlich eine sogenannte "Kettenkurve". Überall dort, wo ein Hänger montiert ist, entsteht ein deutlicher Knick in den Tragseilen, die außerdem auch nicht waagerecht verlaufen können. Weiterhin verlaufen die Hänger etwas geneigt, da die Fahrleitung in Kurven windschief montiert wird. Besonders die falsche Form der Tragseile hat die Wirkung der Quertragwerke beeinträchtigt, so daß ich alles erneuert habe.
 
Für jedes der Quertragwerke wird am PC eine Vorlage erstellt. Hierzu verwende ich wieder CADrail, da die Ausdrucke auf den Millimeter genau erstellt werden können. Die Hänger liegen am unteren Querseil etwa 4mm gegenüber der Gleisachse zur Kurvenaußenseite verschoben. Am oberen Querseil beträgt die Abweichung nur noch 2mm, so daß die Hänger schräg verlaufen. Zwischen oberem Querseil und Tragseil verlaufen die Hänger wieder senkrecht, dort kommt auch der Isolator hin.
 Einbau
Die Vorlagen werden auf festes 150g Papier gedruckt. Zunächst dienen sie als Hilfe beim Biegen der Tragseile und der Hänger. Auf der Anlage werden nun die beiden Querseile montiert.
Dazu erhalten kleine Messingprofile eine passende Bohrung, dort werden die 0,5mm Drahte des Quertragwerkes festgelötet und in die Masteb eingefädelt. Das andere Ende wird ebenfalls mit einen kleinen Querprofil versehen und unter Zugspannung am vorderen Mast befestigt. Dabei sollte man wieder rechtzeitig an die Isolatoren denken. Etwas Mastfarbe von Sommerfeldt sorgt für unauffälliges Aussehen.
Die Papierschablone wird nun ausgeschnitten und mit Haarclips an den beiden Querseilen befestigt. Die Hänger werden einzeln zwischen Papier und Querseilen an den richtigen Platz geschoben und festgelötet. Isolatoren werden oben aufgesteckt und dann die vorgebogenen Tragseile angebracht. Durch die Verwendung der Schablonen war die Montage deutlich einfacher als die freihändige Arbeit im ersten Anlauf.
 
Die Fahrleitungen werden direkt am unteren Querseil befestigt. Zunächst wird eine Fahrleitung im mittleren Abschnitt festgelötet. Hier wird es knifflig, da sich dadurch auch eine Lötstelle des Hängers wieder löst, also ist Fummelei angesagt. Die anschließenden Fahrleitungen erhalten an einem Ende eine kleine Öse und werden nur eingehängt ... den Versuch, vier Drähte im freien Raum paßgenau zu verlöten, wollte ich mir dann doch sparen. Am jeweils anderen Ende wird die Fahrleitung unter etwas Zugspannung am nächsten Quertragwerk angelötet und die folgende Fahrleitung wieder mit einer Öse eingehängt. In der Bahnhofshalle sind die Fahrdrähte über eine Feder gespannt.
Die neu bespannte Strecke wird mit Zeitungspapier abgedeckt. Quertragwerke und Fahrleitungen werden mit stark verdünntem Revell 46 Olivgrün gespritzt. An einigen Stellen schimmert noch der Kupferton hindurch. Das habe ich so gelassen, da mir die Wirkung gut gefällt.
 Ich habe fertig ...
Die Oberleitung ist jetzt erstmal fertig, ich bin froh, daß ich das geschafft habe. Die Wirkung ist im Prinzip recht gut, aber ich habe einige Fehler gemacht: Bei der Verspannung haben sich die Quertragwerke verzogen. Sie verlaufen nicht mehr entlang einer gedachten Verbindungslinie der beiden Turmmasten, sondern werden durch die Fahrleitungen nach links und rechts gezogen. Die meisten Lötstellen der Fahrleitungen haben sich unter der Zugspannung nach ein paar Tagen gelöst. Die Reparatur war nicht einfach, ich bin dazu übergegangen, dort kleine Ösen zu biegen. Dadurch hält es zwar dauerhafter, aber die Quertragwerke haben sich noch mehr verzogen.
Gehe zu Teil 1 Teil 3 
End of train
Neue Beiträge
15.04.17: Roheisenwagen
15.04.17: Tagebuch 2017
15.01.17: Kanalszenen