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 Beton-Unterführungen - Teil 1
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 Rohmaterial
Die Beton-Unterführungen entstehen aus den Spörle-Gießformen für Gips. Entsprechend den Anweisungen wird Modelliergips im Verhältnis 5:3 (Volumenteile) zu Wasser gegeben und dann in die Formen gegossen. Ich habe größere Mengen von Rohlingen auf Vorrat gefertigt. Zum einen lohnt sich dann die Matscherei mit dem Gips sowie die anschließende Putzaktion. Zum anderen geht beim Zusammenbau und Einfärben doch manchmal etwas daneben, dann ist schneller Ersatz sehr nützlich.
 Zusammenbau
Mauerteile, Sockelleisten und Vorsprünge sind einzelne Bauteile, die nach Bedarf zusammengesetzt werden müssen. Die Bauteile lassen sich mittels Ritzen & Brechen oder auch mit einer feinen Säge leicht auf Maß bringen. Ungerade Kanten werden mit Schleifpapier geglättet. Bei diesen Arbeiten entsteht eine Menge Dreck, man sollte sie nach Möglichkeit nicht in der Nähe der Anlage durchführen. Die Bauteile werden dann verklebt, ich verwende dazu die wasserfeste Ponal-Variante. Die Klebeflächen müssen etwas angefeuchtet werden, sonst trocknet der Kleber zu schnell. Eine saubere Ausrichtung ist wichtig, um schiefe Wände auf der Anlage zu vermeiden. Klemmzwingen und Winkel helfen dabei, daß alles ins Lot kommt.
Die Baugruppen weisen noch kleine Spalten auf, die sich mit einem feinen Zahnarzt-Spachtel und etwas Gips leicht schließen lassen.
Passende Holzstücke auf der Rückseite geben dem ganzen Stabilität und erleichtern die spätere Montage. Neben Ponal kommt dabei auch die Heißklebepistole zum Einsatz.
Die fertigen Baugruppen werden dann probehalbe an Ort und Stelle plaziert. Zum einen muß manchmal ein Teil des Schotterbettes entfernt werden, zum anderen muß - bei Bogenstrecken - mit langen Waggons auf die Einhaltung des Lichtraumprofiles getestet werden.
 Farbgebung
Bei der Farbgebung bin ich der Spörle-Empfehlung gefolgt und verwende Acryl-Farben, zunächst von Lukas, nun auch von anderen Herstellern. Qualitätsunterschiede konnte ich nicht feststellen. Tuben haben sich gegenüber Gläsern als praktischer erwiesen, die Verschlüsse verkleben nicht so schnell und man kann ohne Pipette o.ä. dosieren. Die Farben haben die Konsistenz von Zahnpasta und können mit etwas Wasser verdünnt werden.
Die wichtigsten Farbtöne:
  • Je eine große Tube Weiß und Schwarz
  • Umbra Natur und ein Braunton wie "VanDykeBraun", ebenfalls in größerer Menge
  • Kleine Tuben mit Umbra Grün, Rot und Gelb
Von Lukas gibt es gebrochene Farbtöne wie "Lava" oder "Moos", diese lassen sich aber aus den oben genannten mischen.
Welche Farbe hat Beton? Natürlich Beton-Grau! ... Stimmt aber nicht. Ähnlich wie bei der scheinbar fast schwarzen Asphaltdecke der Straßen ändert sich die "subjektive" Farbe in Abhängigkeit von Sonne und Wetter. Ich habe mich für einen leicht diesigen Sonnentag entschieden. Bei solchen Lichtverhältnissen nehmen Betonstrukturen einen hellen beigen, sandsteinartigen Farbton an.
Nach vielen Versuchen bin ich bei stark mit Weiß aufgehelltem Umbra Natur (1:8) gelandet. Hier hilft nur der Vergleich von Fotos mit Probestücken.
Die Gipsteile werden zunächst mit dem hellen Beigeton gestrichen. Da der unbehandelte Gips sehr stark saugt, wird die Farbe mit Wasser etwa im Verhältnis 1:10 bis 1:20 verdünnt. Der Auftrag zieht sofort ein und trocknet rasch. Er versiegelt die Gips-Poren ohne die Details zu verdecken. Im zweiten Arbeitsgang wird ein mäßig verdünntes (1:5 bis 1:10) helles Grau aufgebracht. Dazu habe ich Schwarz, Umbra Natur, Braun sowie Weiß im Verhältnis 1:2:2:8 gemischt. Diese Brühe wird auf den Mauern verteilt und nach 20-30 Sekunden mit einem Küchentuch abgewischt. Dadurch treten feine Strukturen wie Risse, Schalungsfugen und rauhe Stellen richtig hervor. Mit einem Fön kann das Trocknen beschleunigt werden, so daß man schnell die Wirkung beurteilen kann.
 Montage
Die Mauerteile werden auf der Anlage aneinander gesetzt und festgeklebt. Dachteile werden erst später ergänzt, dadurch können die nötigen Reparaturen des Schotterbettes einfach vorgenommen werden. Lücken zwischen den einzelnen Bauteilen werden wieder mit wenig Gips gefüllt und farblich nachbehandelt.
 
Die Tunnelstrecken in Anschluß an die Betonteile werden mit scharzem Tonpapier verkleidet und die Trassenbretter samt Gleisen mit matt-schwarzer Abtönfarbe gestrichen. Natürlich müssen die Profile anschließend gereinigt werden.
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