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 Pantografen im Betrieb
Die Pantografen von Roco haben eine unschöne mittige Befestigungsschraube. Deshalb habe ich die Plastikbasis der Pantografen abgeklipst und den Verbindungssteg mit einem kleinen Seitenschneider entfernt. Auch den Verbindungssteg aus Blech mit dem Gewinde für die Schraube habe ich mit einer Trennscheibe abgeschnitten. Zuvor sollte man die Federn ausbauen, damit sich der Pantograf einfacher festhalten lässt. Anschließend werden die Plastik-Seitenteile mit etwas Sekundenkleber an den Blechhalter fixiert und dann mit 2K-Kleber befestigt.
Auf den Lokdächern habe ich die Löcher für die Befestigungsschrauben verspachtelt und abgeschliffen. Bei der BR 141 war die Reparaturstelle einfach anzugleichen, während das Dach der BR 140 eine Luke direkt neben den Befestigungsloch hat und die Schleifarbeiten schwieriger waren. Anschließend reichte eine grobe Neulackierung, da die Dächer sowieso noch Betriebsspuren erhalten sollten.
Die Pantografen wurden einschließlich der Federn komplett neu lackiert. Dabei habe ich verschiedenen schmutzige Rottöne verwendet. Die Wippe mit den Schleifstücken wurde ebenfalls rot lackiert und anschließend in der Mitte mit grauer Farbe abgesetzt, um den Abrieb der Schleifstücke darzustellen.
 Fixierung
Die Pantografen sollen in der Höhe fixiert werden. Mit einem Testwagen habe ich die optimale Höhe ermittelt. Dazu wurde der Wagen per Lok und per Hand über die Anlage gezogen und geprüft, ob der "Testpantograf" anstösst oder an einer Trasse schleift.
Aus Polystyrol-Streifen entstand ein kleines Tor, das genau zur ausgemessenen Soll-Höhe passt. Die Pantografen werden mit ein wenig Sekundenkleber an den Lokomotiven befestigt. Die Klebekraft hält die Pantografen sicher auf dem Dach, sie ist aber klein genug, daß sich die Pantografen bei einer Kollision ohne Schaden vom Dach lösen. Die Loks wurden zur Fixierung unter das Tor gestellt. Damit es nicht von der Federkraft der Pantografen angehoben wird, habe ich ein Farbglas daraufgestellt. Die Pantografen werden dann mit einem Tropfen Sekundenkleber in den Gelenken verklebt und damit in der Höhe fixiert.
Im sichtbaren Bereich befinden sich die Schleifstücke ungefähr 4-5mm unter dem Fahrdraht. Auf den verdeckten Strecken geht es teilweise enger zu, die Schleifstücke kommen an einigen Stellen bis auf 1mm an darüber liegende Trassenbretter heran.
 Ergebnis
Die ersten Tests verliefen erfolgreich. Mit etwas Sorge habe ich die Fahrt der BR 141 045 über und unter der Anlage verfolgt, aber es hat keine Kollsion oder andere Störung gegeben. Aus der normalen Betrachter-Perspektive - stehend am Anlagenrand - ist der Abstand zwischen Pantografen und Fahrdraht kaum zu erkennen. Erst wenn man sich etwas bückt und die Lokomotiven aus der Bahnsteig-Perspektive betrachtet, fällt der Trick auf. Unter'm Strich für mich ein guter Kompromiß zwischen Optik, Betriebssicherheit und technischem Aufwand.
141 045 ist das erste Modell, welches mit fixiertem Pantografen unterwegs ist. Die 141 zieht ihren Nahverkehrszug aus dem Schattenbahnhof über die Anlage mit Halt in Hüttenheim-West. Das Video zeigt den Zug nicht nur in der Landschaft, sondern auch im verdeckten Teil der Anlage hinter den Kulissen.
 
Zugschluß
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