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 Trix-Torpedopfannen - Teil 2
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 Drehgestelle
Die Drehgestelle der Torpedopfannen sind bei meinem Vorbild von hellgrauem Staub bedeckt. Die bei Bundesbahn-Wagen typischen Spuren von Rost, Bremsstaub und Schmierstoffen sind hier nicht zu entdecken. Das vereinfacht die Alterung ein wenig.
Die Radsätze und die Drehgestelle werden zunächst hellgrau grundiert. Das ist eine Menge Arbeit, denn für vier Pfannenwagen kommen insgesamt 16 Drehgestelle und 64 Radsätze zusammen.
Einige der innenliegenden Drehgestelle erhalten kleine Schlackespuren aus Kombispachtel. Anschließend werden die Drehgestelle mit weiteren Staubspuren in helleren Grau- und Beigetönen versehen.
 Umrüsten auf RP25
Bei den meisten Wagen stören mich die NEM-Radsätze kaum. Aber bei den Trix-Torpedopfannen kommen die hohen Spurkränze sehr unschön zu Geltung, weil sie bei dem kleinen Raddurchmesser (9mm) besonders auffällig und die Drehgestelle ziemlich "nackig" sind. Daher habe ich einen Wagen probehalbe mit Tauschradsätzen eines ostdeutschen Anbieters ausgestattet. Die Wirkung ist deutlich besser und lohnt die Beschaffung von 64 Ersatzradsätzen.
 Aufbauten und Fahrgestelle
Zunächst werden die Fahrgestelle in ihre Teile zerlegt: Drehgestell-Brücken, Maschinenhäuser und Bremserstände. Die Maschinenhäuser befindet sich in direkter Nachbarschaft der Pfannenbehälter und bekommen auch ihren Teil an groben Rückständen ab. Diese werden wieder mit Kombispachtel angedeutet und in verschiedenen Grautönen gespritzt.
Die Seitenteile werden mit hellen Rot/Rosa- und Gelbtönen gespritzt. Anschließend werden die Flecken auf den Dächern mit Salz maskiert und die Dachflächen hellgrau lackiert.
Eine Nahaufnahme des Vorbildfahrgestelltes zeigt im hellen Sonnenlicht ausgebleichte Farben. Gelbeoranger Formsand fällt bei der Befüllung am Hochofen auf die Wagen und sammelt sich in kleinen Haufen auf den ebenen Flächen an. Die Modelle werde ich etwas heller als das sonnenbeschienene Vorbild auslegen, um damit die dunklere Anlagenbeleuchtung auszugleichen.
Im ersten Schritt werden alle Teile hellgrau gespritzt sowie ein paar dunkle Rostspuren auf den Bremserhäusern angelegt. Gelb gefärbter Sand wird mit Klarlack aufgeklebt und an den Rändern mit Hellgelb nachgespritzt. Anschließend werden kleine Teile der Seitenflächen und die Sandhaufen mit Salz maskiert.
Die Rostschicht entsteht aus Rosatönen, teilweise mit aufgesetzter Sprenkelkappe. Nach dem Salzabwasch werden hellgraue Staubschichten vertikal aufgebracht und letzte Feinheiten mit einer kleinen Düse korrigiert. Nicht zu vergessen: Die neuen Wagennummern, die mit einer Schablone erzeugt werden.
 Torpedopfannen #42 und #43
Vor der Endmontage hatte ich ziemlichen Respekt, denn viele Kabel wollen an die richtigen Stellen verlegt und klitzekleine chinesische Kreuzschlitz-Schräubchen müssen in schwergängige Gewinde gefummelt werden, ohne die empfindliche Alterung zu beschädigen. Pfanne #42 hat einen Schwenkantrieb und eine geänderte Abdeckung erhalten.
Die beiden Aufbauten von Torpedopfanne #42, auf der linken Seite ist der Schwenkantrieb untergebracht.
Torpedopfanne #43 mit der Öffnungsform im Originalzustand von Trix. Dieser Wagen hat nur eine Innenbeleuchtung erhalten, die Pfanne ist von Hand drehbar und rastet in Fahrstellung ein.
 Torpedopfannen #45 und #47
Die Pfannen #45 und #47 sind Nachzügler, die in einem zweiten Durchgang bearbeitet wurden. Dabei entspricht #47 farblich der Ausführung von Pfanne #42, jedoch ohne Schwenkantrieb.
Für Torpedopfanne #47 habe ich mir ein Vorbild ausgesucht, bei dem das Maschinenhaus erst vor kurzer Zeit hellblau lackiert wurde. Auch die Pfanne selbst hat eine abweichende Farbgebung und sehr wenig Ablagerungen.
Im Modell habe ich bei der Pfanne auf die Salztechnik verzichtet. Die besonderen Farbverläufe sind freihändig mit der Spritzpistole entstanden. Die Aufbauten haben den hellblauen Farbton des Vorbilds erhalten.
Es gibt einen knapp zweiminütigen Videoclip auf Youtube, der auch die Schwenkfunktion der Torpedopfanne #42 zeigt.
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Zugschluß
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