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 Rückbau Abzweig MECHTHILDE
Die Weichenverbindung am Abzeig MECHTHILDE ist überflüssig geworden, weil die Hochbahn nur im Punkt-zu-Punkt-Verkehr betrieben wird. Ursprünglich war ein Kreisverkehr mit einer Klappbrücke vor der Tür zum Anlagenraum geplant. Dann hätte die Weichenverbindung eine wichtige Funktion gehabt. Leider gibt es bei den Selbstbauweichen immer wieder Probleme mit RP25-Radsätzen, die im Herzstück sehr unruhig laufen oder gar entgleisen.
Statt Reparatur habe ich mich für Rückbau entschieden - ganz wie bei der Bundesbahn in der Epoche IV. Die Gleise werden also mit Schraubenzieher und Kneifzange herausgerupft. Ein wenig traurig ist es schon, die zahlreichen Gleisnägel der Weichen haben viel Arbeit und Mühe gemacht, und auch beim Abriß sind sie wieder lästig.
Unschöner Nebeneffekt: Während der Zeit der Umbauarbeiten ruht der Anlagenbetrieb, da die Hauptstrecke zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder unterbrochen ist. Das muß auch der Lokführer der 110 367 erstaunt feststellen.
 Neue Gleise
Die Gleislücke wurde wieder mit Rocoline Flexgleis gefüllt. Diesmal bekommt die Hauptstrecke eine leichte Kurvenüberhöhung. Die Überhöhung entsteht durch dünne Polystyrolstückchen, die an der Kurvenaußenseite unter die Schwellenenden geschoben werden. Wichtig ist dabei ein gleitender Übergang von der normalen Gleislage zum überhöhten Gleis.
Nach dem die Gleise liegen und fixiert sind, erfolgen ausführliche Probefahrten. Gerade bei Wagen mit langem Achsstand und feinen Radsätzen kann es zu Problemen kommen, aber alle Testfahrten verlaufen zu meiner Zufriedenheit. Auf den Bildern ist die "Dynamik" der Kurvenfahrt zu erahnen, bei direkter Ansicht kommt die Wirkung besser herüber, die Anlagengestaltung hat an dieser Stelle gewonnen.
Die neuen Gleisabschnitte werden wieder mit MOBAlit H0pur geschottert. Mir war der Vorrat ausgegangen und ich musste Nachschub ordern. Nach der Verarbeitung ist der neue Schotter deutlich heller als das alte Material ausgefallen.
Ist aber nicht tragisch, die farbliche Nachbehandlung erfolgt diesmal sehr kräftig mit diversen Tinkturen aus dem Sortiment der Plastikpanzerbauer ("Washes"). Hierbei erhält das Werkgleis eine besonders starke und rostige Farbgebung, weil hier sehr schwere Züge unterwegs sind.
 Das Stellwerk wird stillgelegt
Das Kibri Stellwerk soll in ein stillgelegtes Gebäude verwandelt werden. Dazu wird es umgestaltet: Der Erker im Obergeschoß wird mit Brettern verkleidet, ganz oben entsteht ein Dachschaden und herabhängende Regenrinnen. Im Erdgeschoß werden Türen zugemauert und gleichzeitig ein neuer Zugang geschaffen - dort sind schließlich die Einrichtungen, mit denen die benachbarten Vorsignale angesteuert werden.
Die farbliche Gestaltung geschieht überwiegend mit Acryl-Farben von Vallejo und sogenannten "Enamel-Washes" von ak-interactive. Dabei werden die Balken des Holzfachwerks hellgrau gestrichen und mit blausilberner Alterungstinktur bearbeitet, um altes, ausgebleichtes Holz darzustellen. Besagte "Washes" werden auch verwendet, um Rost- und Schmutzspuren nachzuahmen, die Regenwasser hinterlassen hat. Regenrinnen und Treppengeländer werden ebenfalls mit dem Pinsel auf alt getrimmt.
 Überarbeitung Vegetation
Die Landschaft, genauer gesagt die Vegetation neben den Gleisen, war überfällig zu einer Überarbeitung. Ursprünglich waren Grünpflanzen mit Woodland-Flocken dargestellt, später dann notdürftig mit Grasfasern und Heki Foilage ergänzt worden. Die Wirkung hatte mir nie so recht gefallen, also wird das Foilage komplett entfernt und die Graslandschaft mit dem Elektrostat ergänzt.
Besonders der Hang hinter dem Stellwerk, bislang nur aus Flocken gestaltet, wird kräftigt mit Fasern versehen. Zum Einsatz kommen dabei Heki "Wildgras dunkelgrün", "Wildgras Savanne" sowie Faller "Sommergras". Geklebt wird mit "Ovalit T" von Henkel, einem gebrauchtsfertigen Tapetenkleiser aus dem Baumarkt.
Nach einigen unergiebigen Versuchen mit Material anderer Hersteller kehre ich für die Nachbildung von Brombeersträuchern und Brennesseln wieder zu Heki-Material zurück: Heki-flor in den Farben "mittelgrün" und "dunkelgrün" wird sehr weit ausgedünnt und dann in die Grasflächen hineingedrückt. Das ergibt die erwünschte Unkrautwirkung.
An einigen wenigen Stellen wird zusätzlich "Blätterflor mittelgrün" verarbeitet und wirkt wie kleine Blütendolden inmitten der Blätter.
 Arbeitsergebnis
Mit der neuen Gestaltung bin ich ganz zufrieden und die Probleme mit unruhigem Lauf der Fahrzeuge sind auch erledigt:
Zugschluß
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