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 Hochbunker für den Hochofen - Teil 2
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 Spiegeltrick und Anlagenabschluß
Der seitliche Anlagenabschluß erfolgt wieder - genau wie beim Bahnhof Hüttenheim-West - mit einem großen Spiegel. Der Glaser hat die Öffnungen für die Gleise nach meinen Vorgaben ausgeschnitten. Der Spiegel wird mit speziellen Klebestreifen auf der bereits passend zugeschnittenen MDF-Platte aufgeklebt und an die Anlage angesetzt. Das ganze Teil wird an der Unterkante mit Holzdübeln und an der Seite mit zwei Schrauben an der Wand fixiert. Für Bau- und Wartungsarbeiten läßt sich der Spiegel mit wenigen Handgriffen abnehmen.
Damit die Durchfahrt durch den Spiegel nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, soll sie später mit Rohrleitungen und anderen Sichtblockern getarnt werden. Die künftigen hohen Strukturen um den Hochofen werden genug Möglichkeiten dazu bieten.
Die beiden Gleise auf dem Bunker sowie ein weiteres Gleis im "Erdgeschoß" führen durch den Spiegel. Die Bunkergleise enden in 20cm langen Gleisstummeln. Sie werden separat über eine Besetztmeldung mit Gleisspannung versorgt und sollen später als Meldeabschnitt für eine Pendelzugsteuerung dienen. Das untere Gleis wird erst später verlegt - auf den Fotos ist nur ein Provisorium zu sehen - und soll irgendwann um einen kleinen Fiddle Yard vor der Eingangstür erweitert werden.
 Betonverkleidung
Ein ganzer Schwung von Betonpapier wird ausgedruckt und dann die passenden Stücke für den Bunker zugeschnitten. Das ist eine entspannte Angelegenheit, weil es sich entweder um rechteckige Stücke handelt, oder dreieckige Teile, bei denen die Schablonen vom Selitron-Zuschnitt erneut verwendet werden konnten. Die Knickkanten werden mit einer stumpfen Klinge vorgefalzt und die Betonteile mit UHU Flinke Flasche aufgeklebt.
Vergleich Vorbild-Modell: Bei den Säulenfronten hat man die Schalbretter vertikal gelegt - ist auch logisch, warum sollte man viele kleine Stücke schneiden? Auch die schräge Verstärkungsrippe ist längsgeschalt. Und die Säulenkante zeigt keinerlei Struktur, vielleicht hatte man hat die Innenecke der Verschalung mit einer Dreiecksleiste verstärkt bzw. damit die Fuge abgedichtet. Diese Struktur wird auch im Modell berücksichtigt, auf dem Modellfoto kann man deutlich die unterschiedlichen Fugenrichtungen auf den Stützen erkennen.
 Laufstege für Bedienpersonal
Der Bunker erhält Laufstege für das Bedienpersonal, welches bei Wind und Wetter die Entladeklappen der Waggons öffnen muß. Die Stege verlaufen entlang der Längsachsen, und zwar vorn, hinten und in der Mitte zwischen den beiden Gleisen. Zunächst teste ich einen Laufsteg von Joswood, in LaserCut-Technik erstellt. Das durchgelasterte Bodenblech ist toll gemacht, das Geländer finde ich jedoch "reichlich" - sicher ein Tribut an das Material. Deshalb und weil der "Durchblick" später nicht zur Geltung kommen wird, sollen die Stege aus Polystyrol und Messingkleinprofilen für das Geländer entstehen.
Bei einer ersten Berechnung komme ich auf rund 16 Meter laufende Länge für die benötigten Messingkleinprofile, das wird zu teuer. Schließlich werden Brawas "Riffelblech" (#2836), Fallers "Eisengeländer" (#180403) und selbstgeschnittene schmale PS-Streifen verwendet.
Da die Bauelemente durch Säge- und Schneideinwirkung verzogen sind, müssen sie zum Verkleben auf einer planen Unterlage festgeklemmt werden. Dazu verwende ich ein Stück Spiegelglas. Geklebt wird mit Nitroverdünnung, die sich dank Kapillareffekt von selbst in den Klebefugen verteilt.
Die Laufstege werden zunächst in einem Grünton gespritzt, ähnlich Reseda-Grün. Anschließend werden Rostspuren in verschiedenen Rotbrauntönen aufgebracht. Zum Schluß werden die Strukturen der Bodenbleche mit trocken aufgepinselter silberner Farbe hervorgehoben. Die fertigen Laufstege werden mit Ovalit S auf den Bunkerwänden befestigt. Der Kleber erlaubt Korrekturen und gleicht geringe Höhenunterschiede aus.
 Finish und Einbau in die Anlage
Der Bunker selbst und die Gleisbrücke erhalten ebenfalls etwas Farbe. Dazu werden mit dem Airbrush ein paar Rost- und Ockertönen über die Betonflächen gewedelt, um die Verfärbung durch den Hochofenstaub anzudeuten - für den Hintergrund reicht das erstmal. Eine Befüllung der Bunkertaschen wird nicht nachgebildet, weil sie später durch den engen Spalt zwischen Bunkerwand und Entladenbrücke nicht zu sehen sein wird.
Der Bunker wird in die Lücke der Hochbahntrasse eingesetzt, die Gleisbrücken elektrisch angeschlossen und in den Bunker eingelegt. Die ganze Konstruktion ist vorläufig noch abnehmbar, um die weitere Gestaltung des Bereiches einschließlich Schrägaufzug zum Hochofen zu erleichtern.
Eine kleine Testfahrt verläuft erfolgreich. Die hellen dreiachsigen Kokswagen sind übrigens vom französischen Hersteller REE und werden irgendwann in betriebseigene Reststoffwagen "umgealtert".
 Das Ende der Hochbahn
Der Hochbunker, in dem die Koks- und Erzvorräte für den geplanten Hochofen lagern, wurde aus Styrodur-Platten und selbstgedrucktem "Betonpapier" hergestellt und eingebaut. Eine genaue Beschreibung des Hochbunkerbaus findet sich hier Dabei wurden auch die Halteabschnitte am Ende der Bunkergleise verlegt und angeschlossen. Die Halteabschnitte sind separat an die Gleisbesetzmeldung angeschlossen und ermöglichen später automatischen Pendelzugverkehr auf der Hochbahn. Außerdem wurde der seitliche Anlagenabschluß mit einem großen Spiegel versehen.
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Zugschluß
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