Aktualisierungen
 Navigation
 
 Tagebuch: Vorzeit  2001  2002  2003  2004  2005  2006  2007  2008  2009  2010  2011  2012  2013  2014  2015  2016  2017  2018  2019  2020  2021  2022  2023   
 Februar 2023
Hin und wieder räume ich meinen Materialbestand auf. Diesmal hatte ich mich darangemacht, die Elektroniksammlung zu sortieren. Neben alten Transistoren und TTL-Bausteinen fanden sich zwei Komponenten, die ich vor bestimmt 20 Jahren gekauft, aber nie verwendet habe. Zum einen ein Bausatz für ein Dampflok-Pfeifengeräusch, komplett analog aufgebaut. Vermutlich hatte ich mal geplant, die Geräuschplatine unter der (alten) Anlage zu montieren und per Taster an einem Bahnübergang auszulösen. Die zweite Fundsache war ein digitales Soundmodul für ein V100-Motorengeräusch. Das passt natütrlich nicht in ein H0-Modell, daher wohl auch für den stationären Einsatz geplant. Angesichts der heute verfügbaren Soundtechnik gibt es leider für beide Teile keine künftige Verwendung mehr.
 
Im Schattenbahnhof wird nach Sicht gefahren. Daher war es höchste Zeit, die dortigen Schatten auszuleuchten. Dazu habe ich mir im Baumarkt eine LED-Kette gekauft, Fabrikat "Paulmann", 5m lang mit Netzteil. Die LED-Kette habe ich auf schmale Alu-Streifen und Holzprofile - alles Restmaterial - geklebt. Anschließend wurde der Schattenbahnhof leergefahren und die Staubabdeckung aus ihren Halterungen gelöst. Nun konnte die Beleuchtung mit ein paar Schrauben am Unterbau befestigt werden. Mit der neuen Beleuchtung wirkt der Schattenbahnhof wie ein Aquarium und das Fahren nach Sicht ist deutlich einfacher geworden.
 
Angeregt durch ein Foto aus der Sammlung von O. Buchmann auf Flickr (Link zum Flickr-Album) und einigen Schlackenpfannen als Resinguß-Rohlinge habe ich sogenannte "Eierbecherwagen" für das Phoenix-Stahlwerk gebaut. In den Pfannen wird die Schlacke aus dem Konverterprozess zur Weiterverarbeitung transportiert, dazu dienen einfach konstruierte Flachwagen, die sich als 3D-Druck-Projekt angeboten haben. Nach Konstruktion, 3D-Druck, Montage und kräftiger Alterung sind nun zwei solcher Wagen nebst neu konstruierten Pfannen auf den Gleisen der Werkbahn unterwegs. Eine ausführliche Beschreibung findet sich in einem neuen Beitrag (Link zum neuen Beitrag).
 
Um die Betriebssicherheit der Lokomotiven weiter zu steigern, habe ich damit begonnen, die Maschinen mit Stütz-Elkos auszustatten. Bei beengten Platzverhältnissen habe ich die Ladeschaltung von Fischer-Modellbau und Tantal-Kondensatoren verwendet, zum Beispiel bei 044 55-6-9 (Link zum Beitrag). Bei anderen Modellen wie der Brawa 216 ist genügen Platz, um 1.000 uF-Elkos in normaler Bauform unterzubringen. Da reicht dann die Kombination aus Ladewiderstand und Diode, damit der Pufferspeicher direkt an den Dekoder angelötet werden kann. Der zusätzliche Auflauf ist gering, das Ziel ist eine Pufferzeit von wenigen Zehntelsekunden, um kurze Unterbrechnungen durch verschmutzte Gleise zu kompensieren.
 
 März 2023
Ein befreundeter Modellbahner hat mir selbst erstellte maßstäbliche Skizzen zur Abstichhalle des Hochofens der Henrichshütte überlassen. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um einen Platzhalter aus Styrodur und preiswerten PVS-Profilen zusammenzukleben. Die Skizzen für Seiten und Front wurden auf 120g Papier gedruckt und auf Styrodur-Platten geklebt. Anschließend habe ich die Platten mit einem Cutter-Messer ausgeschnitten und zu einem offenen Kasten zusammengeklebt. Um die Konstruktion zu stabilisieren, habe ich dann PVC-Profile als Stützen und zur Aussteifung innen eingeklebt. Den Abschluss machte dann graue Fotopappe als Dach.
 
Von den Abmessungen her passt die Halle ausgezeichnet auf die Anlage und ich habe den Entschluss gefasst, sie tatsächlich vorbildnah als Modell nachzubauen. Bis dahin darf der Platzhalter auf der Anlage stehen und am Betriebsspiel teilnehmen. Ein Gleis wird zu diesem Zweck noch etwas zur Seite geschwenkt werden. Neben der Halle stehen schon weitere Platzhalter für drei Winderhitzer. Sie sind ebenfalls aus Fotopappe sowie Styroporkugeln aus der Bastelabteilung des lokalen Baumarkts entstanden.
 
Die belgischen "Kartoffelkäfer" haben mich schon immer fasziniert, schon als Bilder in alten Märklin- und Fleischmann-Katalogen. Anfang des Jahrtausend sind sogar fast baugleiche dänische NOHABs im Eigentum der NEG im Montanverkehr im Ruhrgebiet eingesetzt worden. Daher konnte ich beim Erscheinen der neuen PIKO-Lok dem Kaufimpuls nicht widerstehen, zumal mich auch der dynamische Sound reizte. Das PIKO-Modell ist optisch und technisch exzellent geraten und hat auch ohne Haftreifen genug Zugkraft. Vor dem Ganzzug aus belgischen Koks-Zweiachsern macht die belgische Lok einen erstaunlich authentischen Eindruck in meinen kleinen Stück H0-Ruhrgebiet.
 
Im Duisburger Landschaftspark sind mir kleine Signale aufgefallen, die Gleissperrsignalen ähneln. Es sind Ladesignale, mit denen der verantwortliche Lademeister vor Ort die Einfahrt in eine Werkhalle oder unter eine Verladebühne freigeben konnte. Dies wollte ich auch für meine Anschlussgleise nachbilden und habe die Signale für den 3D-Druck konstruiert. Die Bestückung und Verdrahtung sowie der Einbau war eine ziemliche Fummelei, aber nun sind die drei Tore der Brammenverladung endlich gesichert. Mehr dazu auf im Beitrag über die Brammenverladung (Link zum Beitrag).
 
Zugschluß