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 Februar 2023
Hin und wieder räume ich meinen Materialbestand auf. Diesmal hatte ich mich darangemacht, die Elektroniksammlung zu sortieren. Neben alten Transistoren und TTL-Bausteinen fanden sich zwei Komponenten, die ich vor bestimmt 20 Jahren gekauft, aber nie verwendet habe. Zum einen ein Bausatz für ein Dampflok-Pfeifengeräusch, komplett analog aufgebaut. Vermutlich hatte ich mal geplant, die Geräuschplatine unter der (alten) Anlage zu montieren und per Taster an einem Bahnübergang auszulösen. Die zweite Fundsache war ein digitales Soundmodul für ein V100-Motorengeräusch. Das passt natütrlich nicht in ein H0-Modell, daher wohl auch für den stationären Einsatz geplant. Angesichts der heute verfügbaren Soundtechnik gibt es leider für beide Teile keine künftige Verwendung mehr.
 
Im Schattenbahnhof wird nach Sicht gefahren. Daher war es höchste Zeit, die dortigen Schatten auszuleuchten. Dazu habe ich mir im Baumarkt eine LED-Kette gekauft, Fabrikat "Paulmann", 5m lang mit Netzteil. Die LED-Kette habe ich auf schmale Alu-Streifen und Holzprofile - alles Restmaterial - geklebt. Anschließend wurde der Schattenbahnhof leergefahren und die Staubabdeckung aus ihren Halterungen gelöst. Nun konnte die Beleuchtung mit ein paar Schrauben am Unterbau befestigt werden. Mit der neuen Beleuchtung wirkt der Schattenbahnhof wie ein Aquarium und das Fahren nach Sicht ist deutlich einfacher geworden.
 
Angeregt durch ein Foto aus der Sammlung von O. Buchmann auf Flickr (Link zum Flickr-Album) und einigen Schlackenpfannen als Resinguß-Rohlinge habe ich sogenannte "Eierbecherwagen" für das Phoenix-Stahlwerk gebaut. In den Pfannen wird die Schlacke aus dem Konverterprozess zur Weiterverarbeitung transportiert, dazu dienen einfach konstruierte Flachwagen, die sich als 3D-Druck-Projekt angeboten haben. Nach Konstruktion, 3D-Druck, Montage und kräftiger Alterung sind nun zwei solcher Wagen nebst neu konstruierten Pfannen auf den Gleisen der Werkbahn unterwegs. Eine ausführliche Beschreibung findet sich in einem neuen Beitrag (Link zum neuen Beitrag).
 
Um die Betriebssicherheit der Lokomotiven weiter zu steigern, habe ich damit begonnen, die Maschinen mit Stütz-Elkos auszustatten. Bei beengten Platzverhältnissen habe ich die Ladeschaltung von Fischer-Modellbau und Tantal-Kondensatoren verwendet, zum Beispiel bei 044 55-6-9 (Link zum Beitrag). Bei anderen Modellen wie der Brawa 216 ist genügen Platz, um 1.000 uF-Elkos in normaler Bauform unterzubringen. Da reicht dann die Kombination aus Ladewiderstand und Diode, damit der Pufferspeicher direkt an den Dekoder angelötet werden kann. Der zusätzliche Auflauf ist gering, das Ziel ist eine Pufferzeit von wenigen Zehntelsekunden, um kurze Unterbrechnungen durch verschmutzte Gleise zu kompensieren.
 
 März 2023
Der befreundeter Modellbahner Bernd P. aus Hattingen hat mir selbst erstellte maßstäbliche Skizzen zur Abstichhalle des Hochofens der Henrichshütte überlassen. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um einen Platzhalter aus Styrodur und preiswerten PVS-Profilen zusammenzukleben. Die Skizzen für Seiten und Front wurden auf 120g Papier gedruckt und auf Styrodur-Platten geklebt. Anschließend habe ich die Platten mit einem Cutter-Messer ausgeschnitten und zu einem offenen Kasten zusammengeklebt. Um die Konstruktion zu stabilisieren, habe ich dann PVC-Profile als Stützen und zur Aussteifung innen eingeklebt. Den Abschluss machte dann graue Fotopappe als Dach.
 
Von den Abmessungen her passt die Halle ausgezeichnet auf die Anlage und ich habe den Entschluss gefasst, sie tatsächlich vorbildnah als Modell nachzubauen. Bis dahin darf der Platzhalter auf der Anlage stehen und am Betriebsspiel teilnehmen. Ein Gleis wird zu diesem Zweck noch etwas zur Seite geschwenkt werden. Neben der Halle stehen schon weitere Platzhalter für drei Winderhitzer. Sie sind ebenfalls aus Fotopappe sowie Styroporkugeln aus der Bastelabteilung des lokalen Baumarkts entstanden.
 
Die belgischen "Kartoffelkäfer" haben mich schon immer fasziniert, schon als Bilder in alten Märklin- und Fleischmann-Katalogen. Anfang des Jahrtausend sind sogar fast baugleiche dänische NOHABs im Eigentum der NEG im Montanverkehr im Ruhrgebiet eingesetzt worden. Daher konnte ich beim Erscheinen der neuen PIKO-Lok dem Kaufimpuls nicht widerstehen, zumal mich auch der dynamische Sound reizte. Das PIKO-Modell ist optisch und technisch exzellent geraten und hat auch ohne Haftreifen genug Zugkraft. Vor dem Ganzzug aus belgischen Koks-Zweiachsern macht die belgische Lok einen erstaunlich authentischen Eindruck in meinen kleinen Stück H0-Ruhrgebiet.
 
Im Duisburger Landschaftspark sind mir kleine Signale aufgefallen, die Gleissperrsignalen ähneln. Es sind Ladesignale, mit denen der verantwortliche Lademeister vor Ort die Einfahrt in eine Werkhalle oder unter eine Verladebühne freigeben konnte. Dies wollte ich auch für meine Anschlussgleise nachbilden und habe die Signale für den 3D-Druck konstruiert. Die Bestückung und Verdrahtung sowie der Einbau war eine ziemliche Fummelei, aber nun sind die drei Tore der Brammenverladung endlich gesichert. Mehr dazu auf im Beitrag über die Brammenverladung (Link zum Beitrag).
 
 Mai 2023
Üblicherweise wird der 3D-Druckling nach dem Druckvorgang in Isopropanol gewaschen, um die anhaftende Schicht aus flüssigem UV-Resin zu entfernen. Wenn das Isopropanol zu trüb geworden ist, setzen sich bei der Reinigung kleine UV-Resintröpfchen auf dem Druckling ab und die Oberflächenqualität leidet. Daher war ich neugierig, wie es mit wasserwaschbarem Resin klappt, hier wird normales Leitungswasser für die Reinigung verwendet, in dem sich das überflüssige(!) UV-Resin lösen soll. Aber Achtung, es darf danach nicht einfach in den Ausguß geschüttet werden! Verbrauchtes Spülwasser fülle ich in leere PET-Flaschen und stelle sie ein paar Tage in die Sonne. Das gelöste UV-Resin härtet und flockt aus, man kann dann das klare Wasser abgießen und erneut verwenden
 
Getestet habe ich "Water-Wash Resin+" von Anycubic in grau, im Vergleich zu dem "Basic Resin" vom gleichen Hersteller, welches ich bislang verdruckt habe. Die Druckeinstellungen habe ich nicht geändert. Ergebnis: einwandfreie, ordentliche Druckergebnisse, auch bei kleinen Details passt es. Ewas größere Teile machten ebenfalls keine Probleme, ich konnte keinen Verzug beobachten. Dabei entspricht die Maßhaltigkeit dem Basic Resin. Beim anschließenden Entgittern hatte ich subjektiv den Eindruck, daß das Material noch etwas weicher als das Basic Resin sei. Für's Entgittern ist das ganz praktisch. Nach anschließendem Aushärten ist dann kein Unterschied zu ausgehärtetem Basic festzustellen.
 
Für den Spülvorgang gabe ich die bereits vorhandene "Wash & Cure Station" von Anycubic verwendet, wie vom Hersteller empfohlen. Da konnte ich nach kurzer Zeit Rostspuren am Kugellager des Magnetrührers feststellen, Zum Glück gibt es für kleines Geld passende Ersatzkugellager, die eigentlich für Roller Skates gedacht sind und Abhilfe schaffen.
 
Ingesamt bietet mir das wasserwaschbare UV-Resin deutliche Vorteile, insbesondere spare ich mir Kosten und Dämpfe des Isopropanol. Auch erscheint mir die Reinigung mit Küchentüchern einfacher, das wasserwaschbare UV-Resin wird besser aufgesaugt. Daher habe ich komplett umgestellt.
 
 Juni 2023
Nachdem ich die Halle für den Brammenversand überarbeitet hatte, war die Stranggußhalle nebenan an der Reihe. Für das Dach benötigte ich ein paar Dekoteile, die aus Plastikresten und 3D-gedruckten Leitern, Treppen und Bühnen bestehen. Damit konnte ich dann die Dachfläche ein wenig auflockern. Außerdem haben alle Dachkanten Geländer aus Fallerteilen erhalten, damit es keinen Ärger mit der Berufsgenossenschaft gibt.
 
Für die Beleuchtung habe ich Industrieleuchten gezeichnet, die als Wand- oder Mastleuchte eingesetzt werden können. Diese wurden dann reichlich 3D-gedruckt, mit LEDs versehen und für den Einbau vorbereitet. An den richtigen Stellen habe ich kleine 1mm Löcher in die Wände gebohrt und die Wandleuchten eingeklebt. Außerdem wurden die Fensterflächen von innen beleuchtet, dazu kamen kleine Reflektoren aus dem 3D-Drucker, damit das Licht nur durch die Fenster fällt.
 
Eine ausführliche Beschreibung der Bastelarbeiten findet sich im Beitrag zum Bau der Stranggußhalle, hier der Link zum Beitrag.
 
 Juli 2023
Der Lima ICE1 ist optisch ganz gut gelungen, auch angesichts des günstigen Kaufpreises. Aber die Stromabnehmer sind leider ein Witz. Daher habe ich sie gegen die entsprechenden Teile des ICE1 von Roco bzw. Fleischmann ausgetauscht - Stromabnehmer ET 85195, Isolator ET 148526. Leider passten die Befestigungslöcher nicht zusammen. Also musste ich zunächst die vorhandenen Öffnungen verspachteln, dazu habe ich UV-Resin verwendet und mit einer kleinen UV-Taschenlampe gehärtet. Anschließend wurden die Spachtelstellen angeschliffen, zum Glück war genug Platz für diese Arbeit. Dann werden die neuen Löscher gebohrt. Die grauen Dachflächen habe ich mit einem 1:1 Mix aus Tamiya XF-63 Deutschgrau und XF-53 Neutralgrau komplett neu gespritzt und den Glanzgrad dann mit einem 1:1 Mix aus seidenmattem und hochglänzenden Klarlack von Bergswerk eingestellt. Das entspricht nicht perfekt der Originalfarbe, aber da alle Flächen neu lackiert wurden, fällt es nicht auf.
 
Die Stromabnahme ist ebenfalls verbesserungswürdig. Daher habe ich die Radscheiben mit Haftreifen abgezogen und gegen Radscheiben ohne Nut vom Dummy-Triebkopf getauscht. Außerdem habe ich anschließend die Laufflächen mit der Proxxon poliert. Zusätzlich habe ich dem angetriebenem Triebkopf 3.000 uF Stützkapazität spendiert. In Summe führt das zu einer zuverlässigen Stromabnahme, aber die 7-teilige Garnitur hat dann Probleme, die Wendel hinauf zu schaffen. Zum Glück ist im Triebkopf reichlich Platz, um 200g zusätzlichen Bleiballast unterzubringen, dann klappt es auch mit der Wendel.
 
Der geringere Aufwand für den 3D-Druck durch die Verwendung des wasserwaschbaren UV-Resins sowie die motivierende Wirkung einer 3D-Druck-Selbsthilfegruppe haben in den letzten Monaten dazu geführt, daß neue 3D-Projekte hinzugekommen sind. Erste Konstruktionen für die Fortführung der Rohrbrücke sind fertig und liegen schon als 3D-Probedruck vor. Außerdem bin ich auf die Idee gekommen, eine vergleichsweise kleine Thyssen-Torpedopfanne komplett selbst zu bauen und habe die als Umbaubasis vorhandenen Lima-Wagen abgegeben. Und damit keine Langeweile aufkommt, entwerfe ich 3D-Zurüstteile, um aus den Roco Fals-z254 die RAG Großraumwagen II zu erstellen, welche auch bei anderen Werkbahnen im Einsatz waren.
 
 August 2023
Modellbundesbahn - Für Ausflüge zu Modellbahnausstellungen möchte ich nicht mehr als eine gute Stunde Fahrzeit auf mich nehmen, Utrecht einmal ausgenommen. Zum Glück haben ein paar Modellbahnfreunde eine gemeinsame Tour zur Modellbundesbahn (Link zur Homepage) in Brakel initiiert, der ich mich anschließen durfte. Die Fahrt von drei Stunden pro Strecke hat sich dann mehr als gelohnt. An einem sehr unangenehm schwülwarmen Samstagmittag erwartete uns eine tolle Ausstellung in einer angenehm temperierten und hell ausgeleuchteten Neubauhalle. Wie der Name schon sagt, hat sich die Modellbundesbahn der vorbildlich-maßstäblichen Nachbildung von einem Stück Bundesbahn verschrieben. Genauer gesagt die beiden Bahnhöfe Bad Driburg und Ottbergen, letzterer in den 70ern ein Mekka für Dampflokfreunde. Beide Orte sind ganz in der Nähe der Ausstellung.
 
Auch der Betrieb auf der Anlage ist vorbildlich. Züge mit teils beachtlicher Länge rollen in angemessenem Tempo leise über die Anlage, verlieren sich aber wie in echt in den noch längeren Bahnhöfen oder auf dem über 5m langem Viadukt von Altenbeken. Die Zusammenstellung der Züge beruht auf Fotos und Unterlagen der 70er, wobei hier der Sommer 1975 als Referenz dient und die Baureihe 44 noch präsent war. Als Besucher konnte ich den Blick über die Weite der Anlage schweifen lassen, Züge schon aus der Ferne beobachten oder sogar ein Stück neben den fahrenden Zügen hergehen. Die Zeit zwischen zwei Zügen wurde nie langweilig, denn auch neben den Gleisen gibt es tolle Szenen, Landschaften und Ortschaften zu sehen, die zum größten Teil ebenfalls nach alten Bildern und Plänen nachgebaut wurden.
 
Die Stunden, die ich in der Ausstellung verbracht habe, kann ich nur als entspannten Eisenbahngenuß beschreiben und jedem (Modell)Eisenbahnfreund oder -Freundin von Herzem empfehlen. Den Erbauern und Betreibern der Modellbundesbahn gilt mein ganzer Respekt. Besonders der gepflegte Zustand der Anlage und der ruhige, aber zuverlässige Betrieb haben mich beeindruckt - das Werk von einer kleinen begeisterten Mannschaft. An Zukunftsplänen mangelt es nicht, die Halle bietet noch viel Platz und nicht weniger als den Bahnhof Altenbeken hat man sich vorgenommen. Es bleibt interessant.
 
Beim Ausflug habe ich meine Fotoausrüstung bewusst daheim gelassen, um nicht nur durch die Linse bzw. auf das Display zu schauen. Daher nur ein paar Handybilder von unterwegs.
 
Altenbeken kenne ich aus Berichten der Modellbahnanlage "Repa-Bahn II" von Rolf Ertmer, die ich in den 70ern und 80ern begeistert gelesen habe. Daher habe ich auf dem Heimweg einen Abstecher zum Original gemacht. Die Bahnhofsgebäude und den typischen Y-Gleisverlauf des Trennungsbahnhofs habe ich sofort wiedererkannt. Ansonsten die übliche DBAG-Tristesse, angefangen vom durchnässten Fußgängertunnel über naturbelassene Bahnsteige bis zu den heute verbreiteten Langsamfahrstellen. Immerhin, neben den üblichen Triebwagen war doch tatsächlich ein Lok-bespannter IC zu sehen.
 
Direkt vor dem Bahnhof beginnt der Viadukt von Altenbeken. Trotz 30 Grad und bestimmt 100% Luftfeuchtigkeit habe ich dann den Wanderweg vom Aussichtspunkt hinab ins Tal und zurückgenommen. Die Aussicht ist einfach grandios, auch bei zunächst trübem Gegenlicht. Als ich dann unten vor dem Viadukt stand, passend zur Perspektive einer Preiserfigur, kam es mir wirklich wie auf einer 87:1 Modellbahnanlage vor - so authentisch war die Nachbildung, die ich am Vortag in der Ausstellung gesehen habe. Die Umgebung war problemlos wiederzuerkennen. Ein tolles Erlebnis mit Vorbild und Modell.
 
 September 2023
Ein Überraschungspaket vom Modellbahner Fabian B. traf ein. Er hat sehr praktische Waggon-Halter konstruiert und 3D-gedruckt. Die Fahrzeuge können entweder an den Puffer oder an den NEM-Schächten eingespannt werden und sind dann rundum zugänglich. Das ist besonders für Lackier- und Alterungsarbeiten sehr günstig und reduziert die Gefahr, mit ungeschickten Fingern ein frisch bemaltes Modell zu betatschen. Bei der nächsten Patinierungsaktion werde ich diese Halter auf jeden Fall einsetzen.
 
Der Abstichhallen-Dummy passte nicht so ganz zur Gleislage, der Abstand der Schlackengleises zu den Nachbargleisen war zu groß. Da die Flexschienen nur provisorisch mit kleinen Schrauben fixiert sind, war die Anpassung schnell gemacht. Ich konnte mich jedoch nicht durchringen, die entsprechende Weiche auszutauschen, sondern habe die vorhandene Linksweiche nur etwas verschwenkt. Daraus resultiert ein eigenartiger Schlenker. Eine Rechtsweiche hätte besser in den Gleisverlauf gepasst, aber ich argumentiere damit, daß die Gleisbau-Abteilung der Werkbahn sparsam war und es irgendwelche betriebliche Gründe für den kleinen Bogen gegeben hatte.
 
Eine Durchfahrt bleibt vorbildlich ohne Gleis, das Abstellgleis verläuft weiterhin vor dem Gebäude. In der Durchfahrt unter der Halle lassen sich sicherlich interessante Szenen gestalten.
 
Die 3D-Teile für die Rohrbrücke und die Verlängerung der Rohrleitung habe ich versäubert und lackiert. Die Rohrleitung ist steckbar ausgeführt, kleine Magnete sollen die Rohrteile zusammenhalten. Außerdem hatte ich geplant, die Stromversorgung für die spätere Beleuchtung durch die Rohre zu führen. Bei einer ersten Stellprobe habe ich jedoch festgestellt, daß sich das Gerüst mit der Plattform für den Schieber nicht gut in die Umgebung einfügt. Nach einer kleinen kreativen Pause habe ich die Plattform überarbeitet und neu dimensioniert. Die Plattform und das Gerüst sollen etwas zierlicher sein und parallel zur Rohrachse ausgerichtet werden.
Zugschluß
 Oktober 2023
Die französischen Kokswagen von REE und Makette finde ich sehr reizvoll und konnte nicht umhin, bei gelegentlichen Abstechern nach Aachen nach und nach ein paar Exemplare zu erwerben. Dann standen sie etwas sinnlos auf der Anlage, die ja im Ruhrgebiet um 1980 spielt: Bis jetzt war meine Idee, sie als abgerockte Wagen für den internen "Reststoff"-Verkehr einzusetzen.
 
Beim Entrümpeln des Dachbodens fielen mir einige meiner alten Diakästen in die Hände. Darunter ist auch eine Fotoserie, die ich im Sommer 1986 an der Güterstrecke durch Düsseldorf-Grafenberg gemacht hatte und zu meiner großen Überraschung dabei auch zwei Bilder von Zügen mit den französischen Kokswagen auf dem Weg von Düsseldorf Richtung Duisburg. Nun habe ich zumindest ein Argument, um einen Paradezug aus diesen Wagen auf der Anlage fahren zu lassen.
 
 November 2023
Die beiden Vorstellwagen waren schon weit gediehen und sollten bald fertig werden, siehe auch die entsprechende Seite. Bei der Patinierung der Chassis sind - anstelle der sonst üblichen Details - leider die Treppchen-Artefakte des 3D-Drucks von den Washings betont und hervorgehoben worden. Bei den großen und glatten Flächen der Fahrgestelle waren diese Strukturen sehr auffällig zu sehen. Ich habe versucht, die Oberfläche mit Feile und Sandpapier zu glätten. Dabei bin ich über das Ziel hinausgeschossen, teilweise habe ich etwas reichlich Material angetragen. Ab in die Tonne und zurück auf Start. Bei zweiten Anlauf habe ich dann eine kleine Versuchsreihe mit unterschiedliche Druckparametern gedruckt und die unauffälligsten Varianten für die weitere Bearbeitung verwendet.
 
Auch bei der Rohrleitung waren Fortschritte zu vermelden. Die neue Plattform wurde 3D-gedruckt, gesäubert, lackiert und tatsächlich passt sie viel besser in die Szenerie als die alte Ausführung. Es waren dann noch eine ganze Reihe Arbeitsschritte zu erledigen, bis die Rohrbrücke vorläufig fertig war und beleuchtet auf der Anlage erstrahlen konnte, ausführlich im Beitrag Vorplatz Stahlwerk nachzulesen. Der Wartungssteg hat noch ein paar Lücken und die Aufstiegsleitern fehlen ebenfalls noch, das kommt dann später hinzu.
 
 Dezember 2023
Anfang Dezember fand sich eine Gruppe Modellbahner zu einem kleinen Betriebsnachmittag ein. Natürlich wurde die Anlage von mir zuvor gereinigt und alle eingeplanten Züge zur Probe gefahren, um last-minute-Fehler zu vermeiden. Damit wir nicht planlos im Kreis fahren, hatte ich ein kleines Betriebskonzept in Form von Fahraufträgen vorbereitet, die jeder Mitspieler von einem Stapel ziehen konnte. Das hat recht gut geklappt und natürlich Verbesserungspotential aufgezeigt. So erscheint es sinnvoll, neben dem Fahrdienstleister, welcher sich um Schattenbahnhof und DB-Strecke kümmert, zusätzlich einen Rangierleiter für die Werkbahn zu benennen, um Kollisionen auf Tunnelstrecken oder Flankenfahrten zu vermeiden.
 
Nach der Arbeit kam das Vergnügen in Form eines Foto-Shooting für die diesjährige anlagenübergreifende Weihnachtsgeschichte. Dazu wurde die Phoenix Hütte als "Ruhrstahl Henrichshütte" verkleidet und entsprechendes Rollmaterial von Andreas P. und Manfred M. auf der Anlage drapiert. Die angestammten PH-Maschinen blieben diesmal im Hintergrund. Es wurden keine Mühen gescheut, um neue Perspektiven zu entdecken. Die komplette Weihnachtsgeschichte mit der Weiterreise zum Hamburger Hafen ist dann öffentlich im Eisenbahnmodellbauforum nachzulesen. Viel Vergnügen damit!
 
Nebenbei sind noch ein paar Kleinigkeiten im Jahresendspurt erledigt worden. So hatte ich ein Litfaßsäulen-"Action-Set" von Busch, Artikelnummer 7909 erhalten. Leider ist dieses Set sehr lieblos ausgestaltet, die Säule ist ein tristes, graues Kunststoffteil und es hat noch nicht einmal für einen schönen Plakatbogen gereicht. Also war Abhilfe angesagt, mit etwas Farbe und ein paar Werbeplakaten aus dem Internet sah die Säule dann viel besser aus und hat dann einen prominenten Standplatz an einer Straßenecke gefunden.
 
Eigentlich wollte ich die Vorstellwagen noch im Jahr 2023 endlich fertigstellen, aber das hat nicht mehr geklappt. Immerhin konnte die neu gedruckte Version mit einer ersten Patinierung versehen und provisorisch in Betrieb genommen werden. Es hat sich schnell gezeigt, daß die Aufhängung der Drehgestelle überarbeitet werden musste, damit die korrekte Höhenlage für Puffer und Kadee-Kupplungen erreicht wird. Auch das ist nun geschafft und im Betrag zum Vorstellwagen beschrieben. Die Ausstattung mit Dekoder und beleuchteter Rangiererbühne erfolgt dann im nächsten Jahr.
 
Die von mir sehr geschätzte SONY RX100 III hat leider einen Schaden am eingebauten Blitz erlitten. Nach längerer Suche habe ich mich dann zu einer gebrauchten SONY ZV-1 nebst Zusatzgriff entschieden. Sie ist mit der RX100 sehr verwandt, hat aber Touch-Screen und eine deutlich verbesserte Autofokus-Funktion. In Kombination mit dem Zusatzgriff als Fernsteuerung bietet die ZV-1 viele Vorteile bei der Erstellung von Videos, besonders bei dem eingebauten Mikrofon und der Stabilisierung, damit hat sich der Neukauf dann gelohnt. Beim aktuellen Kurzfilm zur 044 556-9 mit einem Thermohaubenzug habe ich dann einige Szenen frei aus der Hand aufgenommen, mit brauchbarem Ergebniss.