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 Mai 2020
Als die Henschel Baureihe 202 bzw. DE 2500 von Liliput 2017 in den Geschäften erschien, war mein Interesse gering. Die Erfahrung mit der - um es höflich zu formulieren - suboptimalen Qualität der MaK-Diesel von Liliput wollte ich nicht wiederholen und der Preis um die 250 Euro für einen sechsachsigen Diesel ohne aufregende Details ist auch sehr selbstbewusst.
 
In einem Buch über die Geschichte von Eisenbahn+Häfen fand ich ein Foto und etwas Text zu Versuchsfahrten der blauen 202 004-8, die in den 70ern in und um Duisburg durchgeführt wurden. Die Technik hat sich damals bewährt und Henschel bekam von Thyssen dann den Auftrag, auf Basis der DE 2500 die Zweikraftlok EDE 1000/500 zu entwickeln. So entstand mein Wunsch, auch bei der Phoenix Hüttenbahn entsprechende Tests der DE 2500 in H0 durchzuführen und die Lok wurde gekauft.
 
Das Liliput-Modell hat ordentliche Fahreigenschaften. Alle Achsen sind angetrieben - hallo PIKO! - und der Aufbau macht einen sehr soliden Eindruck. Getriebegehäuse aus Metalldruckguß, separate Achslager, Ms-Zahnräder und mit Schrauben befestigtes Gehäuse erfreuen mich als Betriebsbahner. Lackierung und Beschriftung sind sehr sauber, die Lok hat mir auf Anhieb gefallen. Die moderne, eckige und flache Form und die blaue Farbgebung der DE 2500 stellen einen gelungenen Kontrast zu den anderen Fahrzeugen dar.
 
Wie bei allen meinen Streckenloks habe ich eine Pufferbohle komplett zugerüstet, hier habe ich Roco-Elektrokupplungen und -Bremsschläuche ergänzt. Und natürlich habe ich einen Test-Ingenieur im weißen Kittel und einen streckenkundigen Werksbahner mit Schutzhelm in den Führstand 1 gesetzt. Die Lok ist nun einsatzbereit für gelegentliche Versuchsfahrten, sowohl über die DB-Strecke als auch im Bereich der Werkbahn bis hinauf zum Hochbunker. Bei der ersten Testfahrt war sogar ein Kameramann dabei, um das Ereignis für die Nachwelt festzuhalten.
 
 
 
Per Zufall habe ich auf Youtube ein charmantes Video über den Zusammenbau eines Artitec-Bausatzes gesehen. Der Bischoff Polytrac ist eine kleine Baumaschine, die in den 50ern Jahren von den Bischoff-Werken in Recklinghausen hergestellt wurde. Die Bischoff-Werke hatten zu Beginn Förderwagen für Bergwerke hergestellt und dann ihr Programm erweitert, also Ruhrgebiet pur. Grund genug, sich den Bastelspaß für rund 20 Euro zu gönnen.
 
Der Bausatz kommt in einem kleinen Kartönchen und enthält ein Dutzend Resinteile sowie eine kleine Ätzplatine und Decals. Die Teile habe ich in Baugruppen mit Sekundenkleber vormontiert, der Fachwerkausleger wurde gelötet. Anschließend wurden alle Baugruppen mit Resin-Primer von Gunze grundiert und in RAL 2001 Rot-Orange - einer der Hausfarben der Phoenix Hüttenbahn - gespritzt. Die Räder wurden mit Vallejo "Rubber" lackiert, die Felgen anschließend mit dem Pinsel und Enamelfarbe rot ausgelegt. Nach dem Zusammenbau aller Teile habe ich die Lücken der Hydraulikleitung mit passenden Lötzinn-Stücken geschlossen und letzte Details mit dem Pinsel hervorgehoben. Abschließend wurde dem Modell eine leichte Alterung mit passendem Wash und Schmier- und Schmutzspuren verpasst. Der Polytrac steht erstmal neben einem Geröllhaufen, ich kann ihn mir später gut in der Abstichhalle des Hochofens vorstellen.
 April 2020
Vor über 10 Jahren hatte ich den ETA-Triebwagen und die Beiwagen mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Tolle Sache, aber doch etwas zu kaltweiss für den ETA: Ich erinnere mich noch gut an die funzelige und flackernde Akku-Beleuchtung mit Glühbirnen. Erste Versuche, die eingebaute Beleuchtung mit orangefarbenem Edding anzupassen, waren leider nicht erfolgreich. Daher habe ich neue, warmweisse LED-Leisten gekauft und wollte sie einbauen. Dann fand ich jedoch einen Bogen "Blumenseide" im Bastelmateriallager. Kleine Stücke davon auf die kaltweissen LEDs geklebt erzeugen genau den gewünschten Effekt. Beim ersten Wagen hatte ich die alte LED-Leiste bereits demontiert, aber bei den anderen drei Wagen konnten die orangen Schnipsel mit etwas Geduld ohne Umbauten eingeklebt werden. Der ETA ist jetzt artgerecht beleuchtet, die neu gekauften LED-Leisten werden anderweitig Verwendung finden.
Da ich einmal beim Thema Innenbeleuchtung unterwegs war, habe ich direkt weitere LED-Leisten für die Roco S-Bahnwagen beschafft. Diese Züge sind relativ hell und mordern beleuchtet, also sind Viessmann-Leisten in kaltweiss zum Einsatz gekommen. Der Einbau war einfach, ich habe nur nur Sorgen um das spröde Gehäuse-Plastik gemacht. Bei der Gelegenheit wurde auch die Stirnbeleuchtung und Zugzielanzeige des Steuerwagen neu mit SMD-LEDs ausgestattet. Mehr Einzelheiten finden sich hier: Link zum Beitrag.
Zugschluß